• Hostorie der Stadtwerke Winsen (Luhe)
  • Das Windparkprojekt Scharmbeck/Roydorf

STADTWERKE WINSEN (LUHE)
Windpark

Windparkprojekt Scharmbeck/Roydorf

Allgemeine Informationen

Der Standort

Die Windpark Winsen (Luhe) GmbH & Co. KG (WWG) plant die Errichtung von sieben Windenergieanlagen (WEA) zur Erzeugung von klimafreundlichem Strom auf den Gemarkungen Scharmbeck, Pattensen und Roydorf. Das Planungsgebiet wurde mit der 41. Änderung des Flächennutzungsplans der Stadt Winsen (Luhe) rechtskräftig als Sondergebiet Windenergie/ Landwirtschaft ausgewiesen. Gebaut werden Anlagen vom Typ Nordex N131/3300. Die Standorte der Anlagen befinden sich circa 3,5 km südwestlich der Kreisstadt Winsen (Luhe) zwischen den Ortschaften Scharmbeck im Westen, Roydorf und Luhdorf im Osten und Pattensen im Südwesten. Im Norden der Windparkfläche liegt die in Ost-West-Richtung verlaufende A39. Direkt nordöstlich der geplanten WEA befinden sich drei Bestandsanlagen des Typs Enercon E53 mit 73 m Narbenhöhe. Die im Plangebiet gelegenen Flächen sind unbebaut und werden derzeit überwiegend landwirtschaftlich als Ackerfläche und Grünland genutzt. Im südöstlichen Bereich befinden sich Waldflächen. Die nächstgelegene Wohnbebauung liegt in den dem Windpark zugewandten Ausläufern der genannten Ortschaften. Alle Abstände zur Wohnbebauung entsprechen den verbindlichen Empfehlungen der niedersächsischen Landesregierung, also dem Zwei- bis Dreifachen der Gesamthöhe einer Anlage.

Das Plangebiet nach B-Plan (Stadt Winsen (Luhe))

Das beschlossene Plangebiet hat eine Größe von insgesamt 80,2 ha und umfasst den eigentlichen Standort der geplanten Windkraftanlagen, baurechtlich erforderliche Abstandsflächen sowie die für die Zuwegung und die für die Kabeltrasse erforderlichen Bereiche.

Das Plangebiet nach Bebauungsplan Scharmbeck Nr. 4 (Stadt Winsen (Luhe), 2016)

Abbildung: Das Plangebiet nach Bebauungsplan Scharmbeck Nr. 4 (Stadt Winsen (Luhe), 2016)

Standortqualität

Die ausgewiesenen Flächen sind nach dem Windatlas des Deutschen Wetterdienstes ein geeigneter Standort für die Errichtung und den Betrieb von WEA. Im Vorfeld des BImSchG-Antrages wurden darüber hinaus mehrere standortspezifische Windgutachten in Auftrag gegeben, die die Windhöffigkeit des Gebiets bestätigt haben.

Erschließung

Die verkehrliche Erschließung der Standortflächen erfolgt über die vorhandenen öffentlichen Straßen. Für die Schwertransporte ist der Windpark von der circa 1,5 km nordwestlich gelegenen Autobahnabfahrt Winsen-West (A 39) über die K 8 (Scharmbecker Dorfstraße) Richtung Süden bis zur Abzweigung Scharmbecker Dorfstraße/Osterkamp und von dort Richtung Südost bis zur Kreuzung Osterkamp/Bruchweg (landwirtschaftlicher Weg) zugänglich. Innerhalb des Windparkgebiets wurden die befahrenen Wege und Straßen im Rahmen der Bauarbeiten vor allem in den Kurven ausgebaut und bis zu den geplanten Standorten der einzelnen Anlagen verlängert. Auf den jeweils anliegenden landwirtschaftlichen Flächen wurden darüber hinaus Kranaufstellplätze sowie Abstellflächen für die angelieferten Turmteile eingerichtet.

Die Sicherung der beanspruchten Wege und Straßen erfolgte im Vorfeld der Errichtungsmaßnahmen durch die Zusammenarbeit mit der Stadt Winsen (Luhe). Die Standorte der einzelnen WEA sowie die Kranaufstell- und Abstellflächen wurden durch den Abschluss von Flächennutzungsverträgen mit den Privateigentümern der betroffenen Grundstücke gesichert.

Um nach Fertigstellung der geplanten Anlagen den aus der Windenergie gewonnenen Strom an den Abnehmer weiterleiten zu können, ist zudem eine Anbindung des Windparks an das Stromnetz erforderlich. Diese Anbindung soll über das 5 km westlich gelegene Umspannwerk der EWE Netz GmbH erfolgen. Zu diesem Zweck müssen zunächst zwei Kabeltrassen (20 kV-Kabel) verlegt werden: Die eine Trasse wird innerhalb des Plangebiets verlegt und verbindet die sieben WEA miteinander. An der Schnittstelle WEA S5 wird die interne Kabeltrasse in eine externe Trasse (ebenfalls 20 kV-Kabel) übergehen. Die externe Kabeltrasse wiederum wird von der WEA S5 bis zum Umspannwerk an der Osttangente (Nähe Lüneburger Straße) entlang der Zuwegung und später teils entlang der Bahnschienen der Osthannoverschen Eisenbahnen AG verlegt.

Rahmentermine

Die Genehmigungen nach Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) wurden vom Landkreis Harburg am 14.12.2016 erteilt.

Die Rahmentermine der Projektrealisierung lauten:

  • Erschließungsarbeiten (Erd- und Straßenbau)
    20.03.2017 – Ende August 2017
  • Fundamentbauarbeiten WEA (Bewehrung, Betonbau)
    Ende Mai bis August 2017
  • Errichtung WEA (Stahlbetontürme)
    Juli bis Oktober 2017
  • Errichtung WEA (Gondeln & Rotorblätter)
    Oktober bis November 2017
  • Inbetriebnahme WEA
    November 2017 bis Januar 2018

Fotos

Bild 1: Fundamentbauarbeiten am Standort WEA S6 (07.07.2017).

Bild 1: Fundamentbauarbeiten am Standort WEA S6 (07.07.2017).

Bild 2: Fertiges Fundament am Standort WEA S5 (14.07.2017).

Bild 2: Fertiges Fundament am Standort WEA S5 (14.07.2017).

Bild 3: Erster Turmring am Standort WEA S5 (03.08.2017).

Bild 3: Erster Turmring am Standort WEA S5 (03.08.2017).

Bild 4: Turmerrichtung am Standort WEA S3 (23.08.2017).

Bild 4: Turmerrichtung am Standort WEA S3 (23.08.2017).

Zusammenfassung

Windkraftanlagen im Windpark Scharmbeck

  • 7 Windkraftanlagen des Typs Nordex N131/3300
  • alle notwendigen Grundstücke wurden gesichert (Standorte/Zuwegung/Netzanschluß)
  • das Plangebiet ist als Sondergebiet Windenergie/Landwirtschaft im rechtskräftigen Flächennutzungsplan der Stadt Winsen (Luhe) ausgewiesen
  • Windmessungen und Projektierungsarbeiten sind abgeschlossen
  • BImSchG-Genehmigung wurde erteilt
  • Die Bauarbeiten haben begonnen

Gebietseigenschaften

  • vorwiegend landwirtschaftlich genutzte Flächen
  • nach dem Windatlas des Deutschen Wetterdienstes ein geeigneter Standort, standortspezifische Gutachten haben die Windhöffigkeit des Gebiets bestätigt
  • einfache Zuwegung, da gut ausgebautes Wegenetz
  • Einhaltung der von der niedersächsischen Landesregierung vorgegebenen Abstände zu Siedlungen
  • Die Umsetzung von Ausgleichs- und Kompensationsmaßnahmen für Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft erfolgt nach den Maßgaben des Bebauungsplans Scharmbeck Nr. 4 und des BImSchG-Zulassungsbescheids durch den Vorhabenträger
DIE ENERGIE DER REGION
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